Das Jahr 2020 steht ganz unter dem Zeichen von Covid-19. Auch die Weiterbildung ist von den Auswirkungen des Virus massiv betroffen. Wir möchten hier aber zur Abwechslung auf Trends im Bildungsbereich achten, die mit Corona nichts zu tun haben und unabhängig davon festzustellen sind.

1. Zunehmender Fokus auf die Ausbildung von Soft Skills

Der Mensch wird den Computer mit Faktenwissen nicht schlagen. Es geht darum, die Fähigkeiten der Mitarbeiter dort zu fördern, wo sie ihre Stärken ausspielen können. Während computergesteuerte Systeme mit eher alltäglichen Aufgaben beauftragt werden, befassen sich Unternehmen nun damit, wie spezielle “menschliche” Fähigkeiten wie Kreativität, Kommunikation und Innovation maximiert werden können.

Wie kann dieses Problem in der heutigen globalen und multikulturellen Arbeitsumgebung angegangen werden? Zum Beispiel indem man den Lernenden die notwendige Schulung von Soft Skills anbietet, alles angepasst auf die Bedürfnisse und Ziele der Mitarbeiter und des Unternehmens.

Lernen von Softskills funktioniert nicht auf Knopfdruck, sondern muss kontinuierlich stattfinden. Coronabedingte Trainingsstopps führen dazu, dass Sie schlecht für die Zeit danach vorbereitet sind. Gefragt ist kontinuierliches Lernen.

2. Anstieg von “User Generated Content” (UGC)

Dabei handelt es sich um die Verbreitung von Informationen und Wissen über ein bestimmtes Thema. Dafür eignen sich kurze Videos oder Blogs.

Ein Lernender erstellt selbst verdauliche Inhalte über ein Thema. Die Key Accounterin erstellt beispielsweise einen Blog-Eintrag über ihre Erkenntnisse aus Kundengesprächen. Fortschrittliche Technologien und natürlich das Internet erleichtern dies.

Mit UGC erhöhen Sie das Engagement und die Motivation Ihrer Mitarbeiter. Durch die Möglichkeit, dass ihre Lernenden selbst zu dem ständig wachsenden Bestand an Lerninhalten beitragen, können sie auch ihre eigenen Lernerfahrungen teilen und vermitteln. Stellen Sie sich das als eine Möglichkeit vor, eine soziale Lernkultur in Ihrer Organisation aufzubauen.

3. Personalisierung wird zum Mainstream

Personalisierung und Individualisierung ist nicht neu. Es entwickelt sich jetzt zum Mainstream. Lerninitiativen werden mittlerweile in erster Linie von den Bedürfnissen des Einzelnen und nicht mehr nur von den Unternehmen angetrieben.

Dadurch wird das Lernen relevanter in Bezug auf die Praxiserfahrung der Mitarbeiter, und die Produktivität am Arbeitsplatz steigt.

4. Work-Life-Harmony statt Work-Life Balance

Die “Work-Life-Balance” könnte ihre Popularität verlieren, sobald sie durch “Work-Life-Harmony” ersetzt wird. Es wird davon ausgegangen, dass Menschen das Persönliche in das Berufliche und vice versa vermehrt integrieren.

5. Aufbau einer Lernkultur am Arbeitsplatz

Da im letzten Jahrzehnt das Lernen am Arbeitsplatz lediglich als Wettbewerbsvorteil betrachtet wurde, fordern die Mitarbeiter heute mehr denn je individualisierte Trainingsformen. Davon profitieren nicht nur sie persönlich, sondern auch das Unternehmen als Ganzes.

Eine bloße Partnerschaft mit E-Learning-Anbietern reicht hierbei nicht aus. Arbeiten Sie mit Ihren Lernenden zusammen, um deren Bedürfnisse und Ziele zu ermitteln. Da das Lernen jetzt immer mehr in Eigenregie erfolgt, sollten Sie Ihre Mitarbeiter dazu ermutigen, ihre eigenen Wege einzuschlagen, während Sie deren Fortschritte regelmäßig überprüfen.

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